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Neue Leitung in der Frauenarbeit



dummyInge RühlLogo Frauenarbeit 2015

Vorstellung Frau Inge Rühl als neue Vorsitzende der Frauenarbeit im GAW




In der GAW-Frauenarbeit hat sich am 1. April 2015 ein Wechsel vollzogen. Vera Gast-Kellert übergab das Amt der Leiterin nach 24 Jahren an ihre Nachfolgerin Inge Rühl.

Inge Rühl (56) ist kein GAW-Gewächs. Landesfrauen und Pfarrfrauen in Kurhessen-Waldeck, kommunale und diakonische Aktivitäten sowie der Weltgebetstag waren prägende Etappen ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Zum GAW und seiner Frauenarbeit hat sie so richtig erst im Jahr 2011 gefunden, über Pfarrerin Dorothea Gertig, die für sie seit Jahrzehnten so etwas wie eine Mentorin gewesen ist. Dorothea Gertig war auch diejenige, die ihr den Rücken stärkte, bei der Wahl der Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der GAW-Frauenarbeit anzutreten. Inge Rühl ist froh darüber, dass sie darauf gehört hat. Die neuen Aufgaben, sie passen zu ihr.

„Bei den Jahresprojekten der Frauenarbeit wirkt die christliche Überzeugung in die Gesellschaft hinein, und das nicht mit Worten, sondern mit Taten. Eine tolle Arbeit“, beschreibt Inge Rühl den Kern der GAW-Frauenarbeit, der sie überzeugt hat. Auch bei ihren früheren Ehrenämtern hat sie es nie gern gesehen, wenn die Kirche für sich allein und das christliche Menschenbild hinter den Kirchenmauern versteckt blieb: „Die Kirche und die Kommunen sind mit ihren jeweiligen Aufgaben wie Zahnräder, die ineinandergreifen.“ Im Frauenplenum in Hanau gelang es ihr, davon auch skeptische Parteienvertreterinnen zu überzeugen, die anfangs laut fragten, was denn die „Kerch“ in diesem Gremium wolle.

Zahnräder, die ineinandergreifen, Teams, die zusammenarbeiten – das sind für Inge Rühl wichtige Stichworte. Seit 2011 ist sie Leiterin der GAW-Frauenarbeit in der Hauptgruppe Kurhessen-Waldeck – und will es auch bleiben: „Ich brauche die Andockung an die Basis.“ Ihre eigenen Basiserfahrungen haben ihr deutlich gemacht, wie wichtig im Ehrenamt die Zurüstung ist, egal, ob im GAW oder in den Partnerkirchen. Inge Rühl möchte das zu einem Arbeitsschwerpunkt in den nächsten Jahren machen. „Bei den künftigen Jahresprojekten werde ich darauf achten, dass auch Seminare für Frauen dabei sind. Wir haben in diesen Kirchen ein Riesenpotenzial an Frauen, die vielfach nur Ausführende sind, nur im Kontext von Männern gesehen werden. Mir ist es ganz wichtig, Frauen in ihrem Glauben und in ihrer Selbstständigkeit zu stärken. So ist es ja auch im Leitbild der Frauenarbeit festgeschrieben. Wenn sie dann weiterhin z.B. diakonische Aufgaben übernehmen sollten, tun sie das mit klarerer Überzeugung.“

Auch für GAW-Frauen hat sie kleine Workshops im Kopf, in denen die Frauen Ermutigung für ihr Fundraising oder neue Ideen für die Öffentlichkeitsarbeit bekommen. Für Meinungen und Vorschläge ist Inge Rühl offen, auch für die konstruktive Kritik: „Wie soll ich mich sonst verändern oder korrigieren?“ Das einstimmige Wahlergebnis bei der Jahresversammlung im Februar gibt ihr die Zuversicht, dass die GAW-Frauen diesen Weg mit ihr gehen wollen.

Inge Rühl bezeichnet sich gern als „hauptamtlich ehrenamtlich“. „Für mich bedeutet das, dass ich das Ehrenamt nicht als Hobby verstehe, sondern als wichtige Arbeit, die einen hohen Zeitaufwand verlangt“, erläutert sie. Dabei ist für sie die Rückendeckung durch die Mitarbeiterinnen der GAW-Zentrale und der Leiterinnen der Frauenarbeit wichtig. Die neue Mitarbeiterin für den Frauenschreibtisch wird zum 1. Januar 2016 gesucht, aber Inge Rühl ist froh, in Carmen Klimasch eine immer hilfsbereite und freundliche Unterstützung zu haben, die viele koordinative Aufgaben und einen Großteil des Briefwechsels übernommen hat. Inge Rühl versteht sich als Teamspielerin: „Ich bin niemand, die vor sich hin bröselt, sondern brauche immer ein Team, in dem wir uns gegenseitig Bälle zuwerfen und eine Idee die nächste ergibt.“ Deshalb freut sie sich, dass der neue Frauenvorstand auf einem guten Weg ist, schnell zu einer Gemeinschaft zusammenzuwachsen.

Natürlich muss sie noch viel lernen, zum Beispiel über die mehr als 50 Partnerkirchen weltweit. Da sind Bolivien, Kolumbien und Kuba, woher die Projekte 2016 kommen, eher ein Neuland für sie. Auf das Jahresprojekt 2017 in Kasachstan und Kirgisistan – das erste, das unter ihrer Regie vorbereitet wird – freut Inge Rühl sich schon jetzt: „Dort kenne ich mich aus. Kirgisistan ist die Partnerkirche meiner Landeskirche, so habe ganz konkrete Personen vor Augen.“

Sie hat das Steuer übernommen.

Maaja Pauska